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Debian   PDF  Drucken 

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Debian GNU/Linux


Website : www.debian.org

Ursprungsland: USA



Debian wurde am 16. August 1993 von Ian Murdock gegründet.

Der Name Debian setzt sich aus den ersten 3 Buchstaben der Vornamen von Murdocks Frau Debora und seines eigenen Vornamens Ian zusammen.

Debian gilt als sehr GNU-orientierte Distribution, dass heisst: grundsätzlich wird die Verwendung von kommerzieller Lösungen (sei es Patches oder Software) abgelehnt.

Auch gibt es bei Debian keinen Featurereichtum, so wie man ihn von anderen Distributionen her kennt - es gibt keine kurzen Releasezyklen arrow bei Debian kann es schon Jahre dauern, bis eine neue Version freigegeben wird.

Debian fokusiert statt auf Featurereichtum auf Stabilität und Sicherheit, was Debian auch durch das Betreiben eines eigenen Sicherheitsteams (secure.debian.org) unterstreicht. Das bringt auch mit sich, dass man nicht die neuesten Programmversionen bekommt, stattdessen wird das bisher benutzte ständig gepatched, um Up-2-Date zu sein - durchgeführt über das Debian-eigene Paketsystem APT.

Diese Haltung brachte Debian den Ruf ein, sehr konservativ zu sein. Aber gerade das Anbieten eines Sicherheitsteams ist ein Argument, Debian als Server-Betriebssystem einzusetzen.

Als Desktop-System ist Debian eher weniger gedacht, da es eben sehr konservativ ist, und nicht jeden Schritt der Entwicklung mitmacht.

Daher bildeten sich inoffizielle Abspaltungen, sogenannte Forks, die - basierend auf Debian - selbst in verschiedene Richtungen weiterentwickeln.

Der erste vielversprechende Fork von Debian wurde Ende 1999 von Ian Murdock selbst durchgeführt, und nannte sich Progency Debian.

Progency Debian hatte all das, was man sich von Debian wünschte, jedoch aufgrund der seit der Entstehung von Debian eingefahrenen konservativen Haltung nicht bekam:

  • Automatische Hardwareerkennung (noch heute einer der besten, aber darauf komme ich noch zurück)

  • Software, die auf dem neuesten Stand war

  • Kostenpflichtiger kommerzieller Support

  • und das ganze basierend auf Debian

Progency Debian war - im Gegensatz zu Debian selbst - nicht kostenlos erhältlich.

Dadurch ereilte Ende 2001 Progency Debian ein Schicksal, dass viele IT-Betriebe damals ereilte: niemand kaufte Progency Debian, dadurch rechnete sich das ganze nicht.

Progency Debian wurde im November 2001 eingestellt, die Sources gingen in das Haupt-Debian-Projekt über (werden von Debian selbst aber - noch - nicht genutzt), und Progency selbst wurde in eine reine Supportfirma für APT- und RPM-basierende Distributionen.

Ein weiterer sehr bekannter Fork von Debian ist Knoppix, eine rein CD-basierende Distribution.

Ein weiterer Debian-Fork, der Anfang 2003 zu wachsen begann, setzt - im Gegenzug zu Knoppix, die die RedHat-Hardwareerkennung einsetzt - die Progency Debian-Hardwareerkennungsroutinen ein: Miniwoody, dass seit der Version 1.7 den Namen Bonsai Linux trägt.

Bonsai Linux hat 2 Ziele:

  1. Ein einfache KDE-Oberfläche anzubieten, und das alles
  2. auf nur maximal 180 mb, sodass alles auf eine Mini-CD mit 8 cm passt (darum zuerst der Name Miniwoody)

Aber genug von Forks geredet, kehren wir zu Debian selbst zurück.

Bei Debian gibt es 4 Status-Zweige, wobei 3 Status-Zweige öffentlich sind (der 4. ist ziemlich versteckt, die Begründung dafür liegt im Namen selbst):

  1. Stable
  2. Testing
  3. Unstable
  4. Experimental

Stable ist Stable arrow der Name ist Programm.

Testing ist das, was andere Distributionen als Stable bezeichnen würden, und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in der nächsten Stable auftauchen.

Unstable ist ähnlich wie Testing, nur gibt es hier noch mögliche Abstimmungsprobleme, sei es, dass Abhängigkeiten noch nicht so aufgelöst werden können, oder dass es einen zu grossen Umbruch geben würde, die eine Stable nicht mehr stabil machen würden.

Experimental - auch hier ist der Name Programm: hier werden neue Programme das erste Mal als Debianpaket zusammengebastelt, und erprobt. Und wie man es erwarten kann, geht beim erstenmal meistens einiges schief, darum wird dieser Zweig nicht offiziell genannt.

Jede Debian-Distributionsrelease hat einen Codenamen, deren Bedeutung ziemlich einfach ist:

Die Debianer sind anscheinend Fans des Filmes Toystory, und jeder Release hat den Namen einer Filmfigur von Toystory.

Der Codename bleibt immer, egal, welchen Status der Release gerade hat.

Als Beispiel:

Die Vorgänger-Stable heisst Potatoe, die aktuelle Stable Woody, die Testing heisst Sarge, und die Unstable Sid.

Wenn Sarge Stable wird, dann bleibt er trotztdem Sarge.

Wen die Geschichte der Codenamen interessiert, hier ein Link dazu: http://www.dolug.de/dbah/wasistdebiangnu.html#CODENAMES

Der chronologische Verlauf von Debian ist hier zu finden: http://www.dolug.de/dbah/wasistdebiangnu.html#DEBIANGESCHICHTE
 


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